Morgenrunde

Gestern hat es gezwickt und gezogen. Der Körper wollte nicht so richtig.

Also Schuhe an und losgegangen. Kein Druck, kein Tempo. Erst mal gehen und schauen was passiert.

In Thailand braucht das noch etwas mehr Disziplin. Früh raus, bevor die Sonne richtig anzieht. Die Luft noch kühl, der Park im Morgendunst.

Nach ein paar Minuten hat sich was gelöst. Alles ein bisschen wärmer, ein bisschen leichter. Nach der zweiten Runde hat der Körper einfach übernommen. Die 5 km haben sich gut angefühlt.

Die Champa-Bäume duften hier immer. Wenn ich an ihnen vorbeigehe und dieser Duft mich trifft, steigt etwas in mir hoch. Ein wohlwollendes Gefühl. Für mich der Moment des kleinen Glücks.

Faszinierend wie Körper und Geist zusammenspielen — manchmal muss man einfach anfangen, dann kommt der Rest von selbst. Routine funktioniert nicht weil man sich gut fühlt. Sie funktioniert weil man trotzdem geht — auch wenn man erst mal nur geht.

Nach der Runde wird mir wieder bewusst: Zufriedenheit kommt von einem selbst. Sie wartet nicht auf bessere Umstände. Sie entsteht in dem Moment in dem man einfach da ist.

Peace.

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