Leben in Thailand
Thailand ist kein Urlaubsziel für mich – es ist mein Alltag. Was ich hier teile, sind keine Tipps aus dem Reiseführer, sondern Erfahrungen aus dem echten Leben in Sikhio, Nakhon Ratchasima.
Warum Sikhio?
Korat – Stadt und Provinz zugleich, das Tor zum Isaan. Ich lebe in Sikhio, und das hat sich für mich als die bessere Wahl herausgestellt.
Sikhio ist kein Touristenort. Alles was ich brauche ist da – und Korat ist nur 35 Minuten entfernt. Von Sikhio aus bin ich überall schnell: vier Stunden zum Meer, drei Stunden nach Bangkok. Die Busverbindung ist ausgezeichnet. Wer nicht sesshaft bleiben will, hat von hier aus alle Optionen.
Schau dir auch mein erstes Live-Video an: Warum Sikhio?

Visum
Ich habe mit dem Heiratsvisum angefangen. Der Aufwand ist erheblich: Die Behörde kommt ins Haus, zwei Zeugen vom Wohnort müssen anwesend sein und bestätigen, dass alles stimmt. Fotos vor dem Haus mit der Ehefrau, exakt vorbereitete Unterlagen. Wer das plant – Sorgfalt ist keine Option, sondern Voraussetzung. Detaillierte Infos dazu gibt es bei Thaifreude.
Heute lebe ich mit dem Rentnervisum (Non-Immigrant O-A) – für mich der einfachere Weg.
Mein Ablauf: Bei der 90-Tage-Meldung hole ich mir gleich an der Information die Unterlagen für die nächste Verlängerung. So habe ich genug Zeit, alles in Ruhe vorzubereiten. Wenn es soweit ist, gehe ich zur Information – dort werden alle Unterlagen geprüft. Es kann vorkommen, dass etwas fehlt oder ein Formular neu ausgefüllt werden muss weil sich etwas geändert hat. Kein Problem – ruhig bleiben, nicht diskutieren, einfach erledigen. Erst wenn alles passt bekommt man eine Nummer und kommt zum eigentlichen Beamten.
Ein wichtiger Hinweis: Der genaue Ablauf kann je nach Immigrationsbüro der Provinz variieren. Die Grundvoraussetzungen sind überall gleich – was konkret verlangt wird, entscheidet das lokale Büro. Am besten dort direkt nachfragen.

Wichtig: Nicht bis zum letzten Tag warten bis das Visum abläuft. Puffer einplanen.

Kosten
Pauschal lässt sich das schwer sagen – es kommt stark auf den Lebensstil an.
Ich esse gerne Thailändisch. Wer keine Scheu vor Garküchen und kleinen Essensshops hat, zahlt 60 bis 80 Baht pro Teller oder Schüssel. Mein Test: Ist der Laden voll, probiere ich es – bisher war das immer eine gute Entscheidung. Im Food Corner eines Einkaufszentrums zahlt man 100 bis 150 Baht pro Gericht, günstiger als jedes Restaurant, oft genauso gut.
Wer Bars besucht oder Alkohol trinkt, für den gibt es keine Obergrenze nach oben. Ich tue beides nicht – Alkohol ist in Thailand verhältnismäßig teuer.
Insgesamt komme ich auf rund 30.000 bis 40.000 Baht im Monat. Das schwankt, weil ich regelmäßig ein paar Tage unterwegs bin und dann im Hotel übernachte. Wer sesshafter lebt, kommt vermutlich günstiger durch.
Krankenversicherung
Das ist ein eigenes Kapitel – und für mich kein einfaches.
Thailändische Krankenversicherungen schieden aufgrund meiner gesundheitlichen Vorgeschichte aus. Also blieb nur der internationale Markt. Dort habe ich mich nach einiger Suche für eine Police mit Selbstbehalt entschieden – das drückt die monatliche Prämie. Rund 200 Euro im Monat, separat zu den Lebenshaltungskosten.
Wer jung und gesund nach Thailand kommt, hat mehr Spielraum. Wer eine Vorgeschichte mitbringt, sollte sich frühzeitig kümmern – und realistische Erwartungen haben.
Wohnen
Mieten in Thailand ist unkompliziert – meistens zwei Monatsmieten Kaution und ein Jahresvertrag, manchmal auch ganz ohne große Formalitäten. Die Kostenstruktur ist wie in Europa: Miete plus Nebenkosten, Wasser und Strom separat.
Nach unten geht es ab rund 4.000 Baht – einfach, zweckmäßig, Einrichtung bringt man selbst mit. Nach oben gibt es keine Grenze. Kommt auf die eigenen Ansprüche an.
Ich lebe in einem einfachen Apartment. Was mich überzeugt hat: keine 800 Meter entfernt liegt eine große Parkanlage – schwimmen, laufen, radfahren, trainieren, alles möglich. Was das Apartment selbst nicht bietet, bietet die Umgebung.
Finden tut man passende Angebote am besten lokal – mit dem Motorrad durch die Gegend fahren und Augen offen halten, oder über den Facebook Marketplace und lokale Gruppen suchen.
Führerschein
Wer länger in Thailand bleibt, sollte seinen Führerschein umschreiben lassen – das ist keine Option, sondern Pflicht. Ab einem Aufenthalt von über drei Monaten ist grundsätzlich eine thailändische Fahrerlaubnis erforderlich. German Embassy in Thailand
Motorrad und Auto sind getrennte Führerscheine. Die Führerscheine für Motorrad und Kraftfahrzeug werden jeweils separat ausgestellt – wer also nur einen europäischen Autoführerschein hat und hier Motorrad fahren will, braucht einen eigenen thailändischen Motorradführerschein. Das gilt auch für den Motorroller ab 125ccm – auch wenn man ihn an jeder Ecke ausleihen kann. Siam-info

Ohne Führerschein fahren ist russisches Roulette. Nicht nur wegen der Polizei – Versicherungen verweigern meist die Schadensregulierung wenn kein gültiger Führerschein vorliegt. Gleiches gilt bei Alkohol oder anderen Substanzen am Steuer. Benoit Partners
Umschreibung – was du brauchst:
Die Umschreibung erfolgt beim Department of Land Transport (DLT). Benötigt werden: nationaler Führerschein zusammen mit dem internationalen Führerschein, Gesundheitsbescheinigung von einem thailändischen Arzt sowie eine Wohnsitzbescheinigung. Seit 2025 verlangen die meisten DLT-Büros eine Vorabterminbuchung über die DLT Smart Queue App. Auswandern ThailandTdl-service
Der erste thailändische Führerschein ist zwei Jahre gültig. Erst danach kann er auf fünf Jahre verlängert werden. Thaifreude
Internet
Kein Thema. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut – teilweise besser als in Österreich. Selbst in kleineren Orten bekommt man einen vernünftigen Anschluss. Um die 600 bis 700 Baht im Monat reicht für ein solides Angebot.
Fragen zum Leben in Thailand? Schreib mir gerne über die Kontaktseite.
Peace.
