Der Mai bringt Veränderung. Wer Thailand nur aus der Hochsaison kennt, erlebt hier etwas völlig anderes – und wer wie ich zum ersten Mal die Regenzeit im Isaan miterlebt, braucht etwas Zeit um sich daran zu gewöhnen.
Grün, so weit das Auge reicht
Nach den ersten Regenschauern verwandelt sich die Landschaft innerhalb weniger Tage. Das Grün ist von einer Intensität die ich so noch nie gesehen habe. Überall an den Bäumen hängen Früchte – Jackfrüchte, Mafai, Durian. Die Natur dreht auf.
Die Nacht gehört den Insekten
Was mich am meisten überrascht hat: was nach dem Regen aus dem Boden kommt.
Eintagsfliegen erscheinen in Scharen – wo auch immer ein weißes Licht brennt, ist es innerhalb von Minuten von Dutzenden umzingelt. Tausendfüßler kriechen hervor. Auf Hundertfüßler muss man besonders achten – die sind unangenehm und sollte man nicht unterschätzen.
Für jemanden der nicht mit dieser Insektenwelt aufgewachsen ist, ist das gewöhnungsbedürftig. Ich sage es ehrlich.
Die Frösche freuen sich
Verschiedenste Froscharten springen plötzlich überall umher – und man versteht warum. Das Nahrungsangebot ist reichhaltig. Die Eintagsfliegen sind ihr Festmahl.
Schwammerl nach dem Regen
Der Regen bringt noch etwas – Pilze. Überall schießen sie aus dem Boden und die Einheimischen wissen das genau. Es beginnt die Schwammerl-Jagd.
Meine Freundin ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Sie kennt jeden Pilz, weiß wo man suchen muss und ist mit einer Begeisterung dabei die mich jedes Mal wieder fasziniert. Für sie ist das kein Ausflug – das ist Leidenschaft.
Für mich als Außenstehenden ist es schön zu sehen wie eng die Einheimischen mit der Natur und ihren Jahreszeiten verbunden sind. Der Mai bringt Regen – und der Regen bringt das Essen.

Hitze, Feuchtigkeit, Wechselkleidung
Es ist bewölkt, Regenschauer kommen und gehen. Wer sich auch nur ein wenig bewegt, schwitzt durch – von oben bis unten, nicht ganz so dramatisch aber nah dran. Eine Wechselkleidung dabei zu haben ist keine Vorsichtsmaßnahme sondern einfach notwendig.
Und dann kommen die Gewitter. Ein Tropengewitter im Isaan ist etwas völlig anderes als was man aus Europa kennt. Man spürt regelrecht die Kraft der Natur – Donner, Blitze, Regen der wie eine Wand kommt. Gewaltig und beeindruckend zugleich.
Die Einheimischen nehmen das alles gelassen. Für mich ist es gewöhnungsbedürftig, nicht ganz einfach – und jedes Mal wieder beeindruckend.
Fazit
Der Mai im Isaan ist keine einfache Zeit – aber eine ehrliche. Kein Hochglanz, kein Touristenbetrieb. Natur pur, manchmal überwältigend, immer authentisch.
Wer das aushält, versteht Thailand ein bisschen besser.
Peace.
