Seit über 20 Jahren praktiziere ich Vipassana-Meditation. Mehrere 10-Tages-Kurse, und seit vielen Jahren täglich zwei Stunden – das ist mein Fundament.
Heute habe ich mir am Sportplatz in Sikhio einen ruhigen Platz gesucht. Unter einem alten Baum, fern vom Lärm, nur mit mir und der Natur.
Was mich hier in Thailand jedes Mal berührt: Wenn ich sage „ich gehe Nag Samati machen“ – auf Deutsch etwa „ich gehe meditieren“ – dann nicken die Menschen. Kein Stirnrunzeln, keine Erklärung nötig. Es ist selbstverständlich. Das fühlt sich wie Ankommen an.
Vipassana ist für mich das größte Geschenk, das ich je erhalten habe. Einen klaren Geist zu haben – wirklich klar, nicht betäubt – ist ein einzigartiges Gefühl. Man spürt die Empfindungen im ganzen Körper, an immer wieder anderen Stellen, mal grob, mal fein. Und irgendwann wird einem bewusst: Alles ist vergänglich. Alles kommt, alles geht.
In dieser Stille wird mir klar: Man braucht nicht viel, um zufrieden zu sein. Ruhe entsteht nicht durch äußere Umstände, sondern dadurch, wie man mit ihnen umgeht.
Die Verbundenheit mit der Natur, mit allen Lebewesen – sie wird mit jedem Jahr klarer.
Ich bin dankbar für diese Erfahrungen.
Peace

